
Geschichte des Heims
Die Entstehungsgeschichte des Heims ist recht schnell erzählt: Auf Betreiben von „World Vision” gelangte ein baptistischer Missionar aus den USA nach Orissa und wurde dort in vielfältiger Weise aktiv. Neben dem Aufbau des Waisenhauses ermöglichte er es unserem Ansprechpartner Chabila, mit mehreren jungen Leuten eine Musik- und Theatergruppe auf die Beine zu stellen, mit der er durch die Region tourte und auch überregionale Erfolge feiern konnte. Anfang der 00-er-Jahre starb der Missionar dann jedoch, woraufhin auch die amerikanische Baptistenkirche ihre Förderung einstellte. Das Waisenhaus schrumpfte daraufhin, weil über die Hälfte der Kinder in ihre untragbaren Familienverhältnisse zurückgeschickt werden mussten. Der Heimleiter konnte die verbliebenen Kinder nur noch mit Reisspenden aus dem Dorf versorgen.
Das ging einige Jahre so …
Dann bat Chabila einige junge Deutsche, die er bei von ihm durchgeführten Workcamps oder auch privat kennengelernt hatte, sich des Waisenhauses anzunehmen. Und diese Leute das sind wir gründeten dann act!orissa e.V..
Im Jahr 2009 kam dann der nächste große Einschnitt, der die Existenz des Waisenhauses gefährdete: Politisch-religiöse Unruhen im Distrikt des Waisenhauses bedrohten die Kinder und das Personal. Gemeinsam mit unseren indischen Partner vor Ort entschieden wir, das Waisenhaus in ein sicheres Umfeld umziehen zu lassen: in einen Vorort der großen Stadt Cuttack. Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, weil die Waisenkinder und das Haus am alten Standort integriert waren. Andererseits waren die Sicherheitsinteressen sowie die besseren Bildungsmöglichkeiten in der Stadt ausschlaggebend für die Entscheidung zum Umzug.
Ende 2009 zogen die Waisenkinder nach Cuttack in ein angemietetes Haus. In naher Zukunft soll ein eigenes Haus gebaut werden. Bisher können wir sagen: Der Umzug war die richtige Entscheidung!
