
Unsere Partnerorganisation TRUP (Tribal and Rural Upliftment Project)
Die in dem Ort G’Udayagiri im Bundesstaat Orissa ansässige Nichtregierungsorganisation TRUP wurde im Jahre 1972 gegründet, um die spezifische Situation von alleinstehenden Frauen in ländlichen Gebieten zu verbessern. Die MitarbeiterInnen von TRUP ermutigten Frauen, die von ihren Ehemännern verlassen wurden, Unterhaltszahlungen einzuklagen. Ebenso schufen sie selbstbestimmte Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen im landwirtschaftlichen Sektor. Bald erweiterte sich der Tätigkeitsbereich von TRUP. Heutzutage stellt die Instandsetzung und Aufrechterhaltung der ländlichen Infrastruktur, wie zum Beispiel die Reparaturen an Brunnen- und Abwassersystemen in vielen Dörfern des ländlichen Orissas, einen weiteren großen Teil ihrer Arbeit dar.
Nachdem die Finanzierung des Mädchenheims so plötzlich endete, nahm sich TRUP des Heimes an. Insbesondere unser Ansprechpartner vor Ort, Chabila Naik ein Mitarbeiter von TRUP, engagiert sich sehr stark für das Mädchenheim.
Kooperation mit deutschen Organisationen
Seit dem Jahr 2004 kooperiert TRUP ebenso mit dem Jugendaustauschdienst Kolping. Im Rahmen dieser Programme leisten jährlich ca. 3060 Jugendliche aus Deutschland mehrwöchige Freiwilligendienste (Workcamps). Seitdem TRUP sich für das Mädchenheim engagiert, finden die Freiwilligendienste hauptsächlich dort statt. Im Herbst 2005 waren erstmals auch Stipendiatinnen des ASAProgramms (Arbeits- und Studienaufenthalte im Ausland) für einen dreimonatigen Arbeitseinsatz vor Ort. Träger des ASA-Programms ist die InWent gGmbH, die größte deutsche Organisation für Weiterbildung und Entwicklung. ASA wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweiz und mehreren Bundesländern gefördert. 13 Jahre arbeitete die deutsche Jugendaustauschorganisation pro international e.V. mit TRUP zusammen.
Unser Ansprechpartner vor Ort Chabila Naik
Chabila Naik stammt aus einer armen Familie Orissas. Ein Stipendium einer kirchlichen Organisation ermöglichte es ihm Musik zu studieren. Nach dem Studium reiste Chabila Naik mehrere Jahre mit verschiedenen Musik- und Theatergruppen durch Indien und verdiente so seinen Lebensunterhalt. Bald zog es ihn jedoch wieder nach Orissa. Er ging zurück in den kleinen Ort G’Udayagiri, gründete eine Familie und begann bei TRUP sozialarbeiterische Tätigkeiten zu leisten. Chabila engagiert sich darüber hinaus ehrenamtlich in der örtlichen Kirchengemeinde als Mitglied des Kirchenvorstandes und Leiter der Musikgruppe.
Wir nahezu alle Vorstandsmitglieder des Vereins lernten Chabila Naik durch einen Workcampaufenthalt in Orissa kennen. Chabila koordiniert unter anderem die internationalen Kooperationsprojekte von TRUP und betreut die Freiwilligen während ihrer Aufenthalte. Nicht zuletzt seiner Gastfreundschaft hatten wir es zu verdanken, dass unsere Aufenthalte in Orissa so positiv verlaufen sind. Im Jahre 2001 haben wir Chabila dann erstmals nach mehreren Jahren der allzu einseitigen Bewegung von Deutschen nach Indien mit der Unterstützung von pro international e.V. nach Deutschland einladen können. Chabila nahm an einem internationalen Workcamp in Marburg teil und besuchte zahlreiche ehemalige WorkcampteilnehmerInnen.
