Holger Thiel,
Manuel Hublitz,
Martin Benninghoff,
Melanie Herd-Glomsda,
Sebastian Hübner,
Julia Sommer,
Lisa Fink
Daniel Dornis

Benjamin Klages
Janina Hammer

Holger Thiel, Dipl. Sozialpädagoge, MA Phil.

Durch mehrere Reisen nach Indien bin ich irgendwann dem Waisenhaus begegnet, welches wir nun unterstützen. Chabila trat an mich heran und fragte mich, „ob man nicht etwas unternehmen” könne und so ist dann im Laufe der Zeit act!orissa e.V. ent-standen. Im Rahmen meines Studiums konnte ich durch Auslandsreisen, Praktika bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Neu Delhi und einer Diplomarbeit über indische Straßenkinder entwicklungspolitische Schwerpunkte setzen und Erfahrungen sammeln, von denen ich hoffe, dass sie nun der Arbeit bei act!orissa e.V. zugute kommen.

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Manuel Hublitz, Dipl. Entwicklungs-Geograph, Mitarbeiter einer Abgeordneten (Bündnis 90/Die Grünen)









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Martin Benninghoff, Fachjournalist und Dipl. Politikwissenschaftler

Auf meiner Indienreise habe ich eine Zeitlang bei Chabila Naik sowie den Waisenkindern im Heim gelebt und dort gearbeitet. Für mich war nicht die Armut überraschend – die hatte ich erwartet – sondern die Kraft der Mädchen und des Personals, ihren schweren Alltag zu meistern. Trotzdem, das wurde schnell klar, ohne Hilfe würde es schwer werden. In Deutschland dann spannte sich schnell ein Netz von Indienreisenden, die auch schon in Orissa gewesen waren. Wir lernten uns kennen und schoben das Projekt an, das heute quer durch die Republik funktioniert. Ich trage meinen Teil dazu bei, indem ich die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mitgestalte und Mitglied im Vorstand bin.

Gelernt habe ich Journalismus an der Kölner Journalisten-schule, zudem studiere ich Diplom-Politikwissenschaften an der Uni. Besonders interessiert bin ich an entwicklungs-politischen Themen und an internationaler Politik sowie deren Grundlegung durch politische Theorie. Und an Indien, das in deutschen Medien oft vorschnell mit (nur) rasanten wirtschaftlichen Wachstumszahlen gleichgesetzt wird. Fakt ist aber, dass der Aufschwung bislang zwar stark ist, aber an der Mehrheit der Bevölkerung vorbeigeht. Das ist kein Argument gegen das „Wirtschaftswunder Indien”, aber eines für eine rationale Betrachtung der indischen Zustände.

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Melanie Herd-Glomsda, Dipl. Verwaltungswirtin (FH) und Dipl. Pädagogin, Verwaltungsausbilderin

Mein Weg zu act!orissa e.V. hat direkt über das Waisenhaus geführt. Nach dem Ende meines Studiums der Erziehungswissenschaften hatte ich im Jahr 2005 durch ein Stipendium des ASA-Programms (unter der Trägerschaft der InWent gGmbH) die Möglichkeit, drei Monate vor Ort im Waisenhaus zu arbeiten.

Diese drei Monate habe ich mit den Kindern und MitarbeiterInnen des Waisenhauses zusammengelebt und intensiv pädagogisch gearbeitet. Trotz der vorherrschenden Armut machen sie das Beste aus ihrer Situation und sind für jegliche Hilfe dankbar. Sie haben mir eine solch überwältigende Herzlichkeit, Bescheidenheit und Gastfreundschaft entgegengebracht, wie ich sie noch nie erlebt habe. Und so ist auch ein weiteres Engagement für das Waisenhaus für mich eine Selbstverständlichkeit. Der Verein bietet hierbei für mich die geeignete Plattform, um sinnvolle und dringend notwendige Hilfe von Deutschland aus zu leisten.

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Sebastian Hübner, Dipl. Sozialpädagoge

Seit meiner ersten Reise nach Indien zieht es mich regelmäßig dorthin zurück. Mit den Reisen verstärkte sich mit der Zeit der Wille, nicht nur als Tourist die indische Wirtschaft zu fördern, sondern auch im sozialen Bereich einen kleinen Beitrag zu leisten. Durch mein Engagement bei act!orissa e.V. ist mir dies nun in einer aktiven und selbstbestimmten Weise möglich. Während meines Studiums konnte ich Schwerpunkte in entwicklungspolitisch relevanten Bereichen setzen, verschiedene Praktika in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit leisten und eine Diplomarbeit in Indien schreiben. Bei dieser Gelegenheit war es mir auch möglich, das Heim zu besuchen und mir vor Ort ein Bild der Lage zu machen.     

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Julia Sommer, Magister hist. Ethnologie, Soziologie, Politikwissenschaften

Aufenthalt in Orissa/Indien im Jahr 2000

Gründungsmitglied von act!orissa e.V.







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Lisa Fink, Dipl.-Pol.

Aufenthalt in Orissa/Indien in den Jahren 2000 und 2003

Gründungsmitglied von act!orissa e.V.









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Daniel Dornis, Dipl. Sozialpädagoge,
Bewährungshelfer beim Landgericht Flensburg,
Anti-Gewalt-Trainer

Als Vater von zwei Söhnen bin ich insgeheim doch oft dankbar, diese in einem Land aufziehen zu können, wo sich trotz aller aktuellen Einschnitte doch noch recht gut leben lässt. Es ist fast selbstverständlich, dass eine warme Malzeit am Tag auf dem Tisch steht, und ist ein Kind krank, dann gehen wir eben zum Arzt. Selbstverständlich ist auch, dass unsere Kinder zunächst den Kindergarten, dann die Schule besuchen dürfen. Geschenke zu Weihenachten sind schon so selbstverständlich wie der Monsumregen in Indien.

In keinem Fall möchte ich die auch in Deutschland wachsende Armut in Abrede stellen – mit dieser bin ich beruflich fast jeden Tag konfrontiert – doch dass Eltern(teile) ihre Kinder in ein Waisenhaus geben müssen, weil sie ihren Nachwuchs zuhause nicht mehr ernähren können, ist hierzulande kaum denkbar.

Selbst Sohn eines Entwicklungshelfer-Ehepaares bestimmen entwicklungspolitische Themen seit meiner Jugend mein Interesse, das ich auf zahlreichen Reisen vertiefen konnte. Dem Verein hoffe ich als eines der wenigen Vorstandsmitglieder, die sich nicht längere Zeit dort aufgehalten haben, durch eine unbefangene „Außenperspektive” beitragen zu können.

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Benjamin Klages, Dipl.-Pädagoge,
wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Potsdam

Einen sechsmonatigen Praktikumsaufenthalt in Südindien im Jahre 2002 verstehe ich als Grundstein meiner emotionalen Nähe zum Subkontinent. Act!orissa ist gegenwärtig meine Chance der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben eines besonderen Landes mit besonderen Herausforderungen.






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Janina Hammer, Referendarin der Rechtswissenschaften

Meine Mitarbeit im Heim im August 2008 ist eine prägende Erinnerung – wundervoll, bewegend und schrecklich.

Den Ausbruch der Gewalt und Unruhen, die zu der Umsiedelung des Heims im Juni 2009 geführt haben, habe ich miterlebt. Es war mir ein Bedürfnis, auf irgendeine Weise an ihrer Seite zu bleiben.

Mit verhältnismäßig geringen Mitteln konnte den Kindern und ihren Betreuern geholfen werden. Der Bau des sicheren Zuhauses in einer stabilen Region hat begonnen.

 Von hier aus wird die Basis dafür geschaffen, dass unser Kooperationspartner weiterhin eine schützende Hand über die Kinder halten, und die besten Voraussetzungen für die Zukunft der 60 Mädchen schaffen kann. Ich bin froh, einen Teil zu diesem Projekt beitragen zu können. 

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